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Govardhan

Der Berg Govardhan ist gesegnet, weil Krishnas Füße ihn berührten. Zwischen seinem Geröll wachsen Bäume und blühen Blumen, an seinen Hängen grast das Vieh, Pfauen tanzen, Vögel singen. Stolz ist der Bambus, weil Krishna ihn für Seine Flöte wählte, auf der Er die die Melodien spielte, mit denen Er die Gopis herbeirief. Der Berg war Zeuge ihrer Romanzen.

Der Berg Govardhan hatte die Ehre, für sieben Tage von Krishnas kleinem Finger emporgehalten worden zu sein, um für die Menschen aus Braj als Schutzschirm zu dienen vor strömendem Regen, den der zornige Indra gesandt hatte.

Um den Berg Govardhan

Wie Govardhan nach Braj kam

Der Weise Pulastya kam einst nach Shalmali und war vom Anblick des Berges Govardhan, dem Sohn des Berges Drona, hingerissen. Er bat Drona, seinen Sohn mit nach Kashi (Varanasi), die Stadt Shivas, nehmen zu dürfen. Halbherzig stimmte der Vater zu. Pulastya musste versprechen, einmal Govardhan abgesetzt, könne er ihn nicht wieder hochheben. Pulastya stimmte zu und trug den Berg auf seiner Handfläche davon. In Braj wurde der Berg so schwer, dass er ihn absetzen musste. Hier wollte Govardhan sein, hier, wo Krishna weilte. Pulastya war verärgert, dass sein Vorhaben vereitelt worden war, er verfluchte Govardhan, er werde täglich kleiner werden.

Radha Kund und Krishna Kund

Kamsa beauftragte die Dämonen Arishta und Keshi, Krishna zu töten. Arishta erschien als Bulle, Krishna nahm ihn bei den Hörnern und tötete ihn.

Radha war daraufhin böse auf Ihn, da Er einen Bullen getötet hatte, der zur Familie der Kühe gehörte. Krishna fragte sie, wie Er diese Vergehen sühnen könne. Radha verlangte, dass Er in allen Flüssen der Erde baden müsse. Krishna grub ein Loch und rief alle Flüsse herbei. Dann badete er in dem Kund und die Tat war gesühnt.

Radha wollte nun auch solch einen herrlichen Kund haben. Sie grub ebenfalls ein Loch, doch kein Wasser erschien. Sie weinte vor Enttäuschung und die Tränen füllten den Kund.

Da Krishna und Radha nicht getrennt sein können, sind die beiden Kunds unterirdisch miteinander verbunden.

Jiva Tempel

Nahe der Kunds liegt der Jiva Tempel, in dem ein Stein als die Zunge Govardhans verehrt wird.

Lagmohan

Im Osten der Kunds war ein beliebter Treffpunkt Krishnas und Radhas.

Malyahari Kund

Am Malyahari Kund knüpften die Gopis Girlanden aus Perlen. Krishna bat Radha, ihr ein paar Perlen zu geben, um Seine Kühe zu schmücken. Radha meinte, die Perlen seien zu wertvoll für Kühe.

Enttäuscht ging Krishna nach Hause und bat Seine Mutter um Perlen. Sie gab Ihm welche und Er pflanzte sie in die Erde. Nach ein paar Tagen wuchsen Büsche mit Perlen daran, schönere als Radha sie je gesehen hatte. Alle Tiere in Braj schmückte Er damit.

Kusum Sarovar

Am Kusum See trafen sich Krishna und Radha unter einem Ashoka Baum, meist um Mitternacht.

Narada Kund

Der Weise Narada begab sich an diesem Kund in Askese, um zu erreichen, eine Gopi zu werden, nur als solche, so war ihm klar, konnte er die Madhurya Krishnas erfahren. Narada erhielt von Brahma ein Mantra, badete im Kusum Sarovar und wurde eine Gopi. Voll Ekstase trat er in die Welt der Liebe Krishnas ein.

Shyam Kuti

In der dunklen Shyam Laube konnten die Gopis den dunklen Krishna nicht erkennen.

Ratan Sinhasan

Hier traf sich Krishna im Frühling mit Radha.

Gopal Kund

Hier ruhte Krishna zusammen mit den Kuhhirten, während die Kühe grasten.

Der Ort Govardhan

Der Ort um den Berg Govardhan ist seit alters her ein wichtiges Pilgerzentrum. Einst floss die Yamuna durch den Ort, heute sieht man sie nur noch während der Regenzeit.

Manasi Ganga Kund

Der Kund ist die aus Krishnas Geist (Manasa) geschaffene Ganga. Krishna fuhr einst mit Radha auf der Manasi Ganga mit einem Boot. Er ließ das Boot schwanken und vor Angst klammerte sich Radha an Ihn. So begann die große Liebe der beiden.

Brahma Kund

Hier verehrten Brahma und andere Götter Krishna.

Dana Ghati

Ein enger Durchgang, an dem Krishna den Gopis auflauerte. Er verlangte von Ihnen Milch und Joghurt, dafür durften sie mit Ihm zusammen sein.

Parasauli

Der ewige Ort der göttlichen Liebe Krishnas und Radhas. Vrindavan am Govardhan Berg.

Govinda Kund

Krishna beobachtete wie ein Fest zu Ehren Indras vorbereitet wurde. Indra brachte den Regen und war für die Hirten wichtig. Krishna schlug vor, den Berg Govardhan zu verehren, da auf ihm das Futter für die Kühe wachse.

Indra bestrafte die Bewohner mit heftigen Regenfällen. Krishna hob den Berg empor, hielt ihn auf Seinem kleinen Finger und alle Bewohner von Braj fanden darunter Schutz.

Beschämt verehrte Indra Krishna, das Wasser, das Er dazu verwendete floss in den Govinda Kund.

Punchri

Der Berg Govardhan hat die Form einer Kuh, Radha Kund und Krishna Kund sind die Augen, Punchri ist der Schwanz.

Surabhi und Eravat Kund

Zwei weitere Kunds, die sich bildeten durch die Verehrung Krishnas durch Indra.

Kadamba Khandi

In den Niederungen des Govardhan Berges wuchsen duftende Kadamba Bäume, hier trafen sich Radha und Krishna in den Lauben.

Natha Statue

Eine 1,37 Meter hohe schwarze Krishna Statue, die die ewige Präsenz Krishnas symbolisiert.

Surya Kund

Hier versammelten sich die Götter, als sie von der Geburt Krishnas hörten.

Mukhrai

Hier lebte die Großmutter Radhas, Mukhra.

Tosh Kund

Tosh war ein Freund Krishnas, von dem Er das Tanzen lernte.

Jakhin

Hier befindet sich ein Rohini geweihter Kund und ein Balarama geweihter Tempel.

Arhing

Hier tötete Balarama die acht Brüder Kamsas, als diese zu fliehen versuchten.

 

Aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung von Hariharji

 

Glossar

Kund – Badeteich für ritualles Bad und Waschungen