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Bhagavad Gita

Die Bhagavad Gita wurde nachträglich in das Mahabharata eingefügt, sie findet sich im 6. Buch, Kapitel 25 – 42.

Sie gilt als die Essenz aller metaphysischen Schriften und führt in alle klassischen Yoga Wege ein, Karma Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga – der Yoga des Handelns, der Yoga der Hingabe, der Yoga der Erkenntnis. Sie lehrt die höchste Weisheit, die zur Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod führt.

Krishna spricht sie zu Arjuna, einem Krieger, er hat andere Pflichten, als Udhhava, der ein Weiser ist. Deshalb lehrt Er Arjuna, den Kampf nicht zu verweigern, Uddhava dagegen lehrt Er  Hingabe und Geistesschulung.

Übersetzungen und Interpretationen der Bhagavad Gita gibt es inzwischen wie Sand am Meer, als Papier und online. Auch ich konnte nicht widerstehen.

Die in meinen Augen schönste Bhagavad Gita ist die von Boxberger/Glasenapp aus dem Reclam Verlag. Sie ist in Versform gehalten und in poetischer Sprache. Sie enthält keine Interpretationen.

Von den interpretierten Gitas möchte ich die von Raphael als die erhabenste bezeichnen, da sie keiner Ideologie zugewandt ist, sondern neutral alle Überlieferungen, nicht nur die indische, einschließt und damit einen Einblick in andere Geistesschulen schenkt.

… und noch etwas …

Wenn der eine oder andere Vers, mehrere Verse oder ein ganzes Kapitel ihnen nicht eingängig sind, dann geben Sie nicht auf, so wie ich es einst getan habe, sondern lesen Sie weiter bis wieder ein Vers kommt, der sie anspricht. Die Gita hat 700 davon, damit jeder ‚seinen Vers‘ findet.

Trotz der Popularität der Bhagavad Gita möge der an indischer Weisheit Interessierte sich auch anderen, weniger oder im Westen gar nicht bekannten Texten zuwenden.

Da wären die Kapila Gita und Changdev Pasashti von Gyaneshwar auf dieser Seite. Auch Naradas Bhakti Sutren greifen Themen aus der Gita auf.

Die Ashtavakra Gita, die Avadhuta Gita und die Vachana Sahitya von Basavanna auf meiner Shiva Seite.