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Chaitanya Mahaprabhu

Chaitanya war ein 1486 in Bengalen geborener Heiliger, der den Siegeszug der Bhakti in Indien in Bewegung setzte und als Verkörperung Krishnas gilt. Aufgrund seiner hellen, strahlenden Hautfarbe wird er auch Gauranga genannt – Der mit dem goldenen Körper. Er gründete die Gaudiya Vaishnava Gemeinschaft, aus der die ISKCON (Internationale Gesellschaft für Krishna Bewusstsein) unter Shrila Prabhupada entstand.

Chaitanya gründete die Bhakti Bewegung auf Grundlage des Bhagavata Puranas, in dem sein Erscheinen prophezeit wird, und der Bhagavad Gita. Er führte die Verehrung Radhas und Krishnas ein, verfasste das Shiksha Ashtakam und führte das Maha Mantra zu seiner Popularität.

Chaitanya wurde 48 Jahre alt. Die ersten zwölf Jahre verbrachte er spielend wie Krishna. Die nächsten zwölf Jahre schloss er sich mit Freunden ein und sang den Namen Krishnas. Die nächsten zwölf Jahre verbrachte er auf Pilgerschaft. Die letzten zwölf Jahre weilte er in Einsamkeit in einer Höhle.

Sein Guru war Jagadguru Vishwavijayi Keshava Kashmiri Bhattacharya, der ihn in das Maha Mantra einweihte. Keshava Kashmiri Bhattacharya war ein Schüler von Nimbarkacharya.

Chaintanyas Leben wurde verfilmt – leider nur auf Englisch.

 

Das Mahamantra

Hare Krishna Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare.

 

Das Shikshashtakam – Die acht Verse des Lernens

Sieg sei dem heiligen Namen Krishnas.
Er nimmt den Schleier vom Spiegel des Herzens.
Er nimmt das Feuer des Leides vom täglichen Leben.
Er sendet die kühlenden Strahlen des Mondes.
Er gibt uns das Wissen der Heiligen.
Er lässt uns täglich glücklicher werden.
Er lässt uns den göttlichen Nektar kosten nach dem alle Wesen sich sehnen.

Deine vielen Millionen Namen geben allen Wesen Stärke.
Keine Vorgaben gibst Du, sie zu singen.
Das zeigt, dass du barmherzig zu mir bist.
Doch warum können sie mich nicht erfreuen?

Warum sollte ich stets den Namen Haris besingen?
Mit mehr Demut als trockenes Gras.
Mit mehr Duldsamkeit als ein Baum.
Mit einem hingegebenen Geist.

Ich suche nicht nach Wohlstand und Gefolgschaft.
Ich suche nicht nach schönen Frauen.
Oh Herr des Universums,
ich möchte nur dieses und alle folgenden Leben Dir weihen.

Ich bin Dein Diener, oh Sohn von Nanda.
Doch bin ich in den Kreislauf von Geburt und Tod geraten.
Erlöse mich daraus und mache mich zu Staub an Deinen Füßen.

Wann werden Tränen meinen Augen entströmen,
wann wird mein Lachen ersticken,
wann werden meine Haare zu Berge stehen,
sobald ich Deinen Namen höre?

Wenn ich nicht bei Dir bin, Govinda,
dann scheint jeder Augenblick wie eine Ewigkeit.
Meinen Augen entströmen die Tränen wie Regen.
Die gesamte Welt scheint leer.

Meine Seele ist mit Ihm, dem Ewigen,
selbst wenn Er mich tadelt,
selbst wenn Er mein Herz mir bricht,
Er kann tun mit mir was immer Ihm beliebt.

 

Die Übersetzung des Textes über Chaitanya erfolgt mit freundlicher Genehmigung
von Sushma Gupta, Toronto.

Die Übersetzung der Hymne aus dem Englischen erfolgt mit freundlicher Genehmigung
von P. R. Ramachander, Bangalore.