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Krishna aufwiegen

Satyabhama war auf Krishnas Liebe sehr stolz. Narada wusste das und wollte ihr eine Lektion erteilen als er einmal wieder zu Besuch war.

Er sagte ihr ganz nebenbei, dass Krishna Rukmini lieber habe als sie, Rukmini weile in Seinem Herzen. Satyabhama konnte das nicht glauben und erwartete von Narada, dass er es ihr beweise. Narada suchte nun nach einer Gelegenheit. Er verlangte, dass sie ein Gelübde nehmen solle und danach solle sie Narada entlohnen, indem sie ihm Krishna übergebe.

Sie kann Ihn von Narada zurück haben, wenn sie ihm so viel von ihrem Reichtum abgebe wie Krishna wiegt. Krishnas Liebe zu ihr würde sich dadurch verhundertfachen. Er verschwieg ihr, dass ihr Wohlstand nicht ausreichen würde, Krishna von Narada zurückzubekommen. Satyabhama nahm den Vorschlag an, sicher, dass sie Krishna mit Leichtigkeit zurückkaufen könne. Narada warnte sie noch, dass, sollte sie Krishna nicht zurückkaufen können, Er sein (Naradas) Sklave sein werde.

Satyabhama nahm ihr Gelübde und übergab Krishna an Narada, trotz des intensiven Widerstandes einiger anderer Frauen. Krishna äußerte Sich zu alledem nicht, Er lächelte nur. Nun war es an Satyabhama, Ihn zurückzukaufen. Sie ging und holte all ihren Reichtum, eine Waage wurde gebracht, um Krishna zu wiegen. Auf der einen Seite saß Er auf der anderen Seite häufte Satyabhama ihren Reichtum. Doch die Waagschalen bewegten sich nicht.

Als sie nichts mehr hatte und Krishna somit nicht zurückzubekommen war, musste sie die anderen Frauen bitten, ihren Reichtum dazuzugeben, damit sie ihren Gatten wiederbekomme. Doch wieviel sie auch auf die Waagschale legten, nichts bewegte sich. Krishna schaute still zu und streute damit Salz in die Wunde von Satyabhamas Ego. Die Lage schien aussichtlos und Narada erklärte, dass er nun Krishna mitnehmen würde und Er nicht mehr Satyabhamas Gatte sei. Er könne nun alles mit Ihm machen, Ihn zum Beispiel auch verkaufen.

Satyabhama begann in ihrer Hilflosigkeit zu weinen. Sie tat Narada leid, doch wollte er seine Lektion noch nicht beenden. Er sprach: ‚Warum lässt du dir von Rukmini nicht helfen?‘ Obwohl sie auf Rukmini eifersüchtig war, was sollte sie tun, es war die derzeit einzige Möglichkeit, um aus der misslichen Lage befreit zu werden. Was sollte sie Rukmini sagen, wenn Narada Krishna mitnimmt. So entschloss sie sich, Rukmini um Hilfe zu bitten. Sie schluckte ihren Stolz, ging zu Rukmini und erzählte ihr was geschehen war. Rukmini lächelte, pflückte ein Tulsi Blatt und folgte Satyabhama zu dem Ort wo Krishna immer noch auf der Waage saß.

Sie sprach zu Satyabhama, dass Gold Gott nicht aufwiegen könne und legte das Tulsi Blatt auf die Waage, sprach den Namen ‚Krishna‘ aus und die Waagschale ging nach unten, sie blieb auch dann unten, als alle Frauen ihren Wohlstand wieder zu sich genommen hatten und nur noch das Tulsi Blatt auf der Schale lag. So gewann Rukmini Krishna zurück und Satyabhama war tief beschämt.

 

Aus dem Englischen übersetzt mit freundlicher Genehmigung von Sushma Gupta, Toronto.