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Krishna

Krishna vereint Jnana, die Weisheit und Bhakti, die Hingabe.

Weisheit lehrt uns Krishna in der Bhagavad Gita.

Hingabe lehren uns die Gopis, die Kuhhirtinnen, die sich nach Gopala, Krishna, sehnen wie die Seelen nach Gott, nach ihrem Ursprung.

Krishna zuliebe sind sie zu jedem Opfer bereit. Wenn Krishnas Flöte sie ruft vergessen sie die Gesellschaftsnormen, die Gebote der Veden, die Belehrungen der Alten, die wilden Tiere des Waldes und die Dornen der Büsche, die auf ihrem Weg liegen.

Krishna fordert in der Bhagavad Gita XVIII.66 auf ‚Gib des Gesetzes Bräuche auf‘, ein klarer Hinweis gegen jeden Ritualismus, gegen jede Zwanghaftigkeit.

Die Gopis sind verheiratet, also anderweitig gebunden. Sie können Krishna nie ganz besitzen. Und ist es nicht so, dass man das, was man nicht besitzen kann, mehr ersehnt, als das was man sich beschaffen kann? Das ist die Symbolik hinter diesem ‚Fremdgehen‘.

Das Leben ist ein Spiel, das Leben ist Sein Spiel (Lila) – Krishna ist Freude. Osho nennt Krishna den einzigen fröhlichen Religionsstifter.

Krishna ist Bhagavan, der Allmächtige, nach dem die Seelen (Gopis) sich sehnen.
Seine Flöte symbolisiert unseren Körper, der durchlässig werden soll für das Göttliche.

Wir können zu Krishna vier Formen der Hingabe entwickeln
Shanta – Hingabe in Stille.
Dasya – Hingabe durch Dienen.
Sakhya – Hingabe in Freundschaft.
Vatsala – Hingabe in Beziehung Mutter/Kind bzw. Vater/Kind.
Madhurya – Hingabe in der Süße der reinen Liebe.

Die Verbindung von Krishna und den Gopis wird im Westen immer wieder mit profanem Sex in Verbindung gebracht. Ich las in einem Buch ‚Krishna, der geile Hirtengott‘. Vor allem die Geschichte, in der Krishna die Kleider der Gopis versteckt, sie von einem Baum aus beim Baden beobachtet und von ihnen verlangt, ohne Kleider aus dem Wasser zu kommen, reizt die westlichen Gemüter zu dieser Ansicht.

Die amourösen Spiele, die nach außen hin den Anschein von Begehren erwecken, sind nur die Verkörperung von Liebe und dem Wunsch, Krishna zu erfreuen. Begehren ist das Gegenteil von Liebe. Begehren ist Dunkelheit, Liebe ist Licht. Dunkelheit kann Licht nicht berühren.

Krishna ist der Herr, unser Gott und wir brauchen vor Ihm keine Kleider. Wir können zu Ihm kommen wie wir sind. Alle Spiele, die Krishna mit den Gopis spielt, sind Spiele, die uns die vollkommene Hingabe der Seelen zeigen.

Auch bei Krishna als Butterdieb ist die Butter nur das Symbol für das Herz. Krishna stielt die Herzen derer, die sich Ihm hingeben.