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Wer ist Krishna?

Für den Anthropologen ist Er ein Hirtengott, deshalb stets dargestellt mit Kühen. Dem griechischen Herakles gleich.

Sein Bruder Balarama war der Gott der Bauern, Er wird mit einem Pflug dargestellt.

Für den Indologen ist Er die 8. Inkarnation Vishnus.

Für die Vaishnavas, so heißen Seine Anhänger, ist Er der höchste Gott.

Vielfältig ist Sein Erscheinen in der Mythologie.

Wir kennen Krishna als Kuhhirte (Gopala) im Spiel mit den Kuhhirtinnen (Gopis) in Vrindavan.

Wir kennen Krishna aus der Bhagavad Gita als Bhagavan, den Höchsten Herrn, der Arjuna in die Weisheit der Veden einführt.

Wir kennen Krishna als die Zentralfigur im Mahabharata.

Krishna ist Heiterkeit, Er nimmt das Leben so an wie es ist. Er spielt mit den Kuhhirtinnen in Vrindavan und Er kämpft auf dem Schlachtfeld in Kurukshetra.

Krishna ist Bhagavan, der Herr in Seiner Allmacht, allen Wesen innewohnend. In der Bhagavad Gita, in Kapitel 10, erklärt Er uns genau wer Er ist.

Unter Aditis Söhnen bin Ich Vishnu. Unter den Maruts bin Ich Marichi.
Unter den Lichtern bin Ich die Sonne. Unter den Nakshatras bin Ich der Mond.

Aditi ist die Unbegrenzte, die Mutter der lichten Wesen. Sie hatte 12 Söhne, die Sonnengötter. Ihr ‚Gegenstück‘ ist Diti, die Begrenzte, die Mutter der dunklen Wesen, der Dämonen.
Vishnu und Krishna sind eins. Krishna als Vishnus Inkarnation ist nicht verschieden von Ihm.
Maruts sind Sturmgötter, ihr Anführer ist Marichi.
Nakshatras sind in der Vedischen Astrologie die Mondhäuser.

Unter den Veden bin Ich der Sama Veda. Unter den Göttern bin Ich Indra.
Unter den Sinnen bin Ich der sechste. In den Wesen bin Ich das Bewusstsein.

Von den vier Veden ist der Sama Veda der Veda der Lobhymnen.
Indra ist ebenfalls ein Sohn der Aditi. Krishna setzt Sich hier mit ihm als König der Götter gleich. Über Indra lesen Sie bitte auf meiner Mythenseite unter ‚Götter und Dämonen‘.

Unter den Rudras bin Ich Shiva. Unter den Yakshas bin Ich Kubera.
Unter den Vasus bin Ich das Feuer. Unter den Bergen bin Ich der Meru.

Shiva als Hochgott wurde von den Drawiden, die nach Südindien einwanderten, mitgebracht. Die Veden kannten einen Rudra, eine zornvolle Gottheit. Elf Rudras waren elf Emanationen Rudras. Man setzte nun den mitgebrachten Shiva mit Rudra gleich und gemeindete Rudra als Shiva in das Pantheon ein.
Yakshas sind halbgöttliche Wesen, ihr Anführer ist Kubera, der auch der Schatzmeister der Götter ist.
Die acht Vasus sind eine Götterklasse, die Grundprinzipien der Natur repräsentierend. Erde, Feuer, Wasser, Wind, Himmel, Sonne, Mond, Sterne.
Der Berg Meru ist der mystische Weltenberg.

Unter den Priestern bin Ich Brihaspati. Unter den Generälen bin Ich Skanda.
Als Wasserreservoir bin Ich der Ozean.

Brihaspati ist der Priester und Lehrer der Götter.
Skanda ist ein Sohn Shivas, ein Kriegsgott, unserem Mars gleich. Über Skanda lesen Sie auf meiner Shiva Seite unter ‚Shiva > Karttikeya‘. Karttikeya ist ein anderer Name Skandas.

Unter den Sehern bin Ich Bhrigu. Unter den Lauten bin Ich Om.
Beim Opfer bin Ich der Gesang. Unter dem Unbeweglichen bin Ich der Himalaya.

Bhrigu wollte einst wissen, wer der Ehrenwerteste ist unter Brahma, Vishnu, Shiva sei. Er prüfte sie und Vishnu (Vishnu und Krishna sind eins) war der Sieger. Den Mythos dazu finden Sie auf meiner Mythenseite unter ‚Die Avatare Vishnus > Venkateshvara‘.
Om ist der Urklang der Schöpfung.

Unter den Bäumen bin Ich der Ashvattha Baum. Unter den göttlichen Weisen bin Ich Narada.
Unter den Gandharven bin Ich Chitrasena. Unter den Vollkommenen bin Ich Kapila.

Der Ashvattha Baum ist ein Feigen Baum, auch Pipal Baum genannt. Er ist der mystische Weltenbaum und der Baum der Erkenntnis. Es war Buddha, der unter dem Ashvattha Baum höchste Erkenntnis erlangte.
Narada und Kapila sind Weise. Narada ist der Verfasser der Bhakti Sutren. Kapila ist der Verfasser der Kapila Gita und Kodifikator der Sankhya Philosophie. Alles das finden Sie auf dieser Seite unter den Vedischen
Kostbarkeiten. Mythen zu Narada außerdem auf meiner Mythen Seite unter ‚Weise und Könige‘.
Gandharven sind himmlische Musikanten.

Unter den Pferden bin Ich Ucchaishravas. Unter den Elefanten bin Ich Airavata.
Unter den Menschen bin Ich der König.

Ucchaishravas ist ein Pferd, das Indra gehört. Airavata ist ein Elefant, das Reittier Indras.

Unter den Waffen bin Ich der Vajra. Unter den Kühen bin Ich Kamadhenu.
Unter den Zeugenden bin Ich der Gott der Liebe. Unter den Schlangen bin Ich Vasuki.

Der Vajra ist der Donnerkeil Indras. Kamadhenu ist die wunscherfüllende Kuh.
Vasuki ist der König der Schlangen.

Unter den Schlangen mit mehreren Häuptern bin Ich Ananta. In den Wassern bin Ich Varuna.
Unter den Ahnen bin Ich Aryama. Unter den Richtenden bin Ich Yama.

Ananta ‚unendlich‘ ist die Weltenschlange auf der Vishnu ruht. Ein weiterer Name ist Shesha, ‚Rest‘, der Rest aus dem ein neues Universum entsteht. Die Mythologie unterscheidet zwischen einhäuptigen und mehrhäuptigen Schlangen.
Varuna ist der Gott der Wasser.
Aryama ist der Anführer der verstorbenen Ahnen.
Yama ist der Herr des Todes.

Unter den Dämonen bin Ich Prahlad. Unter den Maßen bin Ich die Zeit.
Unter den Tieren bin Ich der Löwe. Unter den Vögeln bin Ich Garuda.

Prahlad ist der Sohn eines Dämonen, wandte sich aber Vishnu zu. Über Prahlad lesen Sie bitte auf meiner Mythenseite unter ‚Die Avatare Vishnus‘ den Mythos der Mannlöwe Inkarnation.
Garuda ist der König der Vögel, das Reittier Vishnus. Über ihn lesen Sie bitte auf meiner Mythenseite unter ‚Garuda und die Schlangen‘.

Unter dem was reinigt bin Ich der Wind. Unter den Bewaffneten bin Ich Parashurama.
Unter den Wassertieren bin Ich Makara. Unter den Flüssen bin Ich die Ganga.

Parashurama ist die sechste Inkarnation Vishnus, ein gewaltiger Krieger. Über Ihn lesen Sie bitte unter ‚Die Avatare Vishnus‘ die Parashurama Inkarnation.
Makara ist ein Krokodil, das Reittier Varunas und der Flussgöttin Ganga.
Der Ganges heißt in Indien Ganga, ist weiblich und identisch mit der Göttin Ganga. Den Ganga Mythos finden Sie auf meiner Shiva Seite unter Mythen.

Ich bin Anfang, Mitte und Ende aller Kreatur. Unter dem Wissen bin Ich das über das Selbst.
In der Debatte bin Ich das Argument.

Von den Buchstaben bin Ich das A. Im Kompositum bin Ich Dvandva.
Als Zeit bin Ich die Ewigkeit. Als Auge bin Ich der alles Sehende.

Dvandva bezieht sich auf die Wortbildung im Sanskrit.

Ich bin der Tod. Ich bin der Ursprung.
Ich bin Glück, Sprache, Ruhm, Güte, Weisheit, Geduld, Beständigkeit.

Unter den Hymnen bin Ich Brihatsama. Unter den Metren bin Ich Gayatri.
Unter den Monaten bin Ich Margashirsha. Unter den Jahreszeiten bin Ich der Frühling.

Brihatsama ist eine Hymne aus dem Sama Veda, dem Veda der Gesänge.
Die Sanskrit Dichtung kennt etliche Metren, eines ist Gayatri.
Margashirsha ist unser November/Dezember.

Unter den Betrügern bin Ich der Spieler. Unter den Starken bin Ich die Stärke.
Unter den Siegreichen bin Ich der Sieg. Unter den Guten bin Ich die Güte.

Unter den Vrishnis bin Ich Krishna. Unter den Pandavas bin Ich Arjuna.
Unter den Munis bin Ich Vyasa. Unter den Denkern bin Ich Shukra.

Die Vrishnis sind Krishnas Familienklan.
Die Pandavas sind die fünf Brüder aus dem Mahabharata, von denen Arjuna einer ist.
Muni ist ein Ehrentitel für große Seelen. Vyasa ist der Verfasser des Mahabharatas und der Puranas und der Ordner der Veden. Er gilt als Teilinkarnation Vishnus. Über ihn finden Sie alles auf meiner Mythenseite unter dem Mahabharata. Als Teiler der Veden habe ich ihn auf meiner Shiva Seite unter ‚Die Veden > Veda Vyasa‘ beschrieben.
Shukra ist, obwohl Priester der Dämonen, ein großer Gelehrter. Er durchzieht viele Mythen.

In der Gesetzlosigkeit bin Ich die Strafe. Unter den Ehrgeizigen bin Ich der gute Charakter.
Im Geheimnis bin Ich die Verschwiegenheit. In den Begabten bin Ich die Weisheit.

Ich bin der Urgrund allen Seins.
Nichts gibt es, sei es bewegt oder unbewegt, das ohne Mich bestehen kann.