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Parayana

Mit Parayana wird das ernsthafte Studium einer Schrift bezeichnet.

Vorbereitung

Das was Krishna in achtzehn Kapiteln Arjuna lehrte und Vyasa niederschrieb inmitten des Mahabharatas, das, oh Göttin, wird Bhagavad Gita genannt. (Das Mahabharata finden Sie auf meiner Mythenseite.)

Ehre sei dem Weisen Vyasa, dessen Augen dem Lotus gleichen. Er füllte das Öl in die Lampe Mahabharata, auf dass aus ihm die Weisheit erstrahle.

Ehre sei Krishna, dem wunscherfüllenden Baum. Er ist das Siegel der Weisheit und schenkt uns den Nektar der Bhagavad Gita.

Die Upanishaden sind die Kühe, die Krishna melkt. Arjuna ist das Kalb, die Bhaktas trinken die Milch der Bhagavad Gita.

Ehre sei dem Lehrer der Welt, dem Sohn Vasudevas. Er vernichtete Kamsa und Chanura und ist die Freude Devakis.

Bhishma und Drona waren die Ufer, Jayadratha das Wasser, Shakuni der blaue Lotus, Salya das Krokodil, Kripa die Strömung, Karna die Welle, Ashwatthaman und Vikarna die Alligatoren, Duryodhana der Strudel. Die Pandavas überquerten den Fluss mit Krishna, ihrem Rudermann.

Aus dem Wasser wuchs die Lotusblüte Mahabharata, die Pollen sind all die Geschichten, die Vyasa erzählt. Der Nektar hilft uns, im Kali Yuga zu bestehen.

Ehre sei Krishna, durch dessen Gnade Taube Dichter werden und Lahme Berge besteigen.

Ehre sei dem, den Brahma, Varuna, Indra, Rudra und Vayu verehren und den die Sänger des Sama Vedas preisen, mit dem die Yogis eins werden, den weder Götter noch Dämonen erfassen können. (Brahma ist der Schöpfer, Varuna der Gott der Wasser, Indra der König der Götter, Rudra die zornvolle Erscheinung Shivas, Vayu der Gott des Windes.)

Achtzehn Verse – je einer aus einem Kapitel der Bhagavad Gita. Notwendige Erläuterungen zu den Versen finden Sie in meiner Übersetzung der Gita.

I.32
Was, oh Krishna, ist der Nutzen von Sieg und Regentschaft? Ich ersehne all das nicht mehr.

II.20
Die Seele wird nicht geboren und sie stirbt nicht, wenn der Körper stirbt. Die Seele ist beständig, ewig, alt, kann nicht einmal verwundet werden.

III.28
Oh Arjuna, der Weise unterscheidet zwischen Handlung und Guna und verstrickt sich nicht in absichtsvollem Tun.

IV.24

Brahman ist das Opfer. Brahman ist die Opfergabe. Brahman ist das Opferfeuer. Brahman bringt Brahman Brahman dar.

V.18
Dem Weisen sind sie alle gleich, der Brahmane, die Kuh, der Elefant, der Hund, der Hundeesser.

VII.4

Sollte der Geist unruhig werden und von da nach dort wandern wollen, dann bringt der Yogi ihn wieder unter Kontrolle und führt ihn zu Brahman zurück.

VIII.13
Rezitiere Om, das Brahman gleich ist, verlasse deinen Körper und erreiche das höchste Ziel.

IX.22
Für immer zu Mir kommen die, die, gefestigt im Geist, nur an Mich denken und sich nur Mir hingeben.

X.42
Doch, oh Arjuna, welchen Nutzen hat all dieses Wissen? Reicht es nicht zu erkennen, dass Ich mit einem Bruchteil meines Seins das gesamte Universum durchdringe?

XI.36 – gesprochen von Arjuna
Möge die Welt glücklich sein und die Menschen Dir zum Lobe singen. Es ist nur recht, dass das Ende der Dämonen naht.

XII.16
Der ist Mir lieb, der frei von Begehren ist, der ausgeglichen ist und frei von Anhaftung an die Früchte seiner Handlungen.

XIII.34
Die den Unterschied zwischen dem Feld und dem Kenner des Feldes, Kshetra und Kshetrajna, Bühne und Darsteller erkennen, die werden vereint mit dem höchsten Selbst.

XIV.22
Oh Pandava, der die Gunas überwunden hat wehrt sie weder ab noch sehnt er sie herbei.

XV.14
Als Verdauungsfeuer gehe Ich in die Wesen ein und verdaue mit Ein- und Ausatem die Nahrung.

XVI.22
Oh Arjuna, das ist der dunkle Pfad, folge ihm nicht, folge dem lichten Pfad, hin zum höchsten Ziel.

XVII.15
Feine Sprache, wahrhaftige Sprache, nicht verletzende Sprache, Rezitation der Veden sind Askese der Sprache.

XVIII.73 – gesprochen von Arjuna
Meine Verwirrung ist gewichen dank Deiner Gnade, oh Krishna, und deshalb werde ich nun so handeln wie Du es erklärt hast.

 

Aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung von P. R. Ramachander