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Purundara Dasa

Vishnu bat den Weisen Narada auf die Erde hinabzusteigen und den geplagten Menschen des Kali Yugas den Bhakti Weg aufzuzeigen.

Narada weigerte sich, sorgte er sich doch, selbst dem Leid dieses Weltzeitalters, dem letzten und schlechtesten der vier, ausgesetzt zu sein. Erst als Vishnu ihm versprach, dass dies nicht geschehen würde, Er ihn schützen würde, begab er sich hinab in die raue Welt.

Sinapa Nayakar wurde in eine reiche Kaufmannsfamilie in Purundara geboren und als er ins heiratsfähige Alter kam mit Lakshmi verheiratet, die ihm eine Tochter und einen Sohn schenkte.

Als seine Eltern gestorben waren übernahm er den Schmuck Handel und vermehrte den Reichtum erfolgreich. Leider war er geizig, keinem Bettler, keinem Armen gab er etwas.

Lakshmi war fromm und betete zu der Göttin Tulsi, ihr Mann möge zu Freigiebigkeit gelangen.

Eines Tages erschien ein alter Brahmane im Laden Sinapas, der ihn um eine Gabe bat, da die Hochzeit seiner Tochter und die Zeremonie des Erhaltens der Heiligen Schnur seines Sohnes anstehe. Sinapa warf ihn hinaus.

Der Alte ging weiter, kam an einem herrlichen Gebäude vorbei und bat um etwas zu Essen. Zufällig war es Sinapas Anwesen. Lakshmi ließ ihn ein und speiste ihn.

Als er gegessen hatte bat er auch sie um eine Gabe, Lakshmi schenkte ihm einen kostbaren Nasenring. Der Brahmane bedankte sich, segnete sie und machte sich auf den Weg zu Sinapas Laden, um den Schmuck zu versetzen.

Sinapa erkannte den Nasenring sofort und fragte ihn wo er ihn her habe. Wahrheitsgemäß antwortete er, dass er ihn von einer Frau geschenkt bekommen hätte.

Verärgert ließ Sinapa den Mann stehen und eilte nach Hause, wo er Lakshmi fragte, wo ihr Nasenring sei.

Lakshmi geriet in Panik, betete zu Tulsi … da fiel der Nasenring aus ihrer Hand. Sie zeigte ihn Sinapa. Dieser ging zu seinem Laden zurück, der Brahmane war weg. Er öffnete den Safe, der Nasenring war weg. Völlig durcheinander ging er nach Hause und wollte von seiner Frau wissen was geschehen war. Sie beichtete ihm alles.

Sinapa ging hinaus und suchte den Brahmanen, ihm war klar, dass er Vishnu war, der ihn auf den rechten Weg führen wollte. Ihm wurde bewusst, dass er dreißig Jahre seines Lebens sinnlos vertan hatte, ab heute wollte er sich ganz in den Dienst des Herrn stellen, nur noch Seinen Namen singen. Er nahm seine Tambura und verließ das Haus. Lakshmi und die Kinder folgten ihm … ihr altes Leben ließen sie hinter sich, ihren Reichtum zurück.

Sinapa suchte nach einem Guru. Als Schmuckhändler war er oft im Palast von König Krishnadevaraya, dort lernte er dessen Guru, Vyasaraya, kennen. Er suchte ihn in seinem Ashram auf, erzählte von den Veränderungen in seinem Leben und bat ihn, ihn als Schüler anzunehmen.

Vyasaraya erklärte ihm, dass er schon auf ihn gewartet habe, segnete ihn und gab ihm den Namen Purundara Dasa.

Bald ging er auf Pilgerreise, wo immer er zum Lobe Vishnus sang scharte sich eine Menschenmenge um ihn.

Als er zurückkam baute er in Pandhari eine Hütte und ließ sich mit seiner Familie dort nieder.

Bald zog es ihn jedoch wieder hinaus, zu stark war sein Drang, die Menschen auf den Weg der Bhakti zu führen.

Ein ihm unbekannter Verehrer schrieb seine Lieder nieder und sang sie, leider war er kein guter Sänger und die Menschen verhöhnten ihn. Eines Tages kam Purundara Dasa an seinem Haus vorbei und hörte ihn singen. Er war entsetzt und verließ eilig den Ort, zu seinem Erstaunen konnte er plötzlich nicht mehr sprechen.

Er erkannte seinen Fehler, ging zurück und klopfte an die Tür. Der Mann der ihm öffnete fiel ihm zu Füßen, tanzte vor Freude. Purundara Dasa umarmte ihn und erhielt seine Stimme zurück.

Purundara Dasa wurde einer der berühmtesten Musiker der südindischen Musik.

Hier drei Preislieder von ihm.

Jagadhodharana  –  und zum Anhören

Mutter Yashoda spielte mit dem Herrn, der die Welt trägt und dachte Er sei ihr Sohn.
Yashoda spielte mit einem Juwel, mit Ihm, der jenseits der Veden ist,
mit Ihm, der Berühmtheit erlangen wird.
Yashoda spielte mit dem, der kleiner als das Kleinste und größer als das Größte ist,
jenseits aller Maße.
Yashoda spielte mit Vishnu, dem Sohn von Vasudeva.

Narayana ninna  –  und zum Anhören

Oh Narayana, lasse den Nektar Deines Namens auf meine Zunge kommen.
Wie sonst sollten meine Untaten ungeschehen werden.
Wie sonst sollte ich mich über meine zukünftigen Geburten nicht sorgen.
Oh Herr, aus dessen Nabel der Lotus erwächst,
oh Herr, Wagenlenker Arjunas, lasse mich ohne Unterlasse deinen Namen singen,
damit all meine Wünsche sich erfüllen mögen.
Oh Sohn Vasudevas, Vernichter Shishupalas, wie könnte ich je Deinen Namen vergessen.
Alle singen Krishna, Krishna, lasse auch mich Deinen Namen preisen.
Oh Gefährte von Janakas Tochter, lasse mich stets an Deine Lotusfüße denken.
Hari, Narayana nimm alles Leid von mir, lasse mich stets auf Dich meditieren, bei Tag und Nacht.
Oh Hari mögen Deine tausend Namen stets in meinem Geiste sein
und nicht nur zum Zeitpunkt des Todes, darum bittet Purundara.

Rama Mantrava Japiso  –  und zum Anhören

Singt das Rama Mantra, ihr Sterblichen, singt das Rama Mantra.
Vertraut in kein anderes Mantra, dieses Mantra hat Shiva Seiner Gefährtin geschenkt.
Singe das Rama Mantra.
Selbst die Niedersten sollen dieses Mantra singen.
Wenn euch Furcht ergreift singt es.
Das Mantra macht Untaten ungeschehen.
Das Mantra lässt euch in den Himmel eingehen.
Das Mantra ist die Essenz der Veden, der Weg zur Befreiung.
Das Mantra ist Hingabe, das Schatzhaus der Freude.

 

Der Mythos über Purundara Dasa wurde mir von Chenthil Kumar zur Verfügung gestellt.
Die drei Bhajans wurden mir von P. R. Ramachander zur Verfügung gestellt.