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Mystik

Braj ist das mystische Land um Mathura/Vrindavan (150 km südöstlich von Delhi), in dem Krishna geboren wurde und Seine Jugend verbrachte.

Hier ‘spielte’ Er mit den Gopis, den Kuhhirtinnen, mit Radha und ihren Gefährtinnen, den Ashtasakhis. Hier hütete Er mit den Gopas, den Kuhhirten, die Kühe. Hier ertönte der Klang Seiner Flöte (Venu oder Murali), mit der Er die Gopis zu Sich rief und alles verzauberte.

Krishna, die Höchste Seele, im Spiel mit den verkörperten Seelen, den Gopis, die sich nach der Einheit mit ihrem Gegenpol sehnen.

Und wenn es ein Spiel der All-Existenz ist, dann wollen wir ruhig zustimmen, unsere Rolle in demselben mit Haltung und Mut zu spielen und uns des Spieles zusammen mit unserem göttlichen Spielpartner getrost auch erfreuen.
Sri Aurobindo, Indischer Philosoph und Mystiker, 1872 – 1950

Braj ist in verschiedene Bereiche eingeteilt.

Mathura ist das Zentrum von Braj. Im zweiten Weltzeitalter, dem Treta Yuga, vernichtete der Shatrughna, der Bruder Ramas, den Dämon Lavana, Sohn des Dämonen Madhu, und nahm sich das Land. Da es waldreich war wurde es Madhuvan genannt (van bedeutet Wald). Aus Madhuvan wurde Madhupur (pur bedeutet Stadt) und schließlich Mathura. Im dritten Weltzeitalter, dem Dwapara Yuga wurde hier Krishna geboren.

Vrindavan ist von dem heiligen Fluss Yamuna umgeben und einer der zwölf Wälder von Braj. Vrinda ist ein anderer Name für das heilige Basilikum Tulsi. Vrindavan ist somit der Tulsiwald. (Die Legende um Tulsi und die Yamuna finden sie unter ‚Krishna‘.)

Gokul ist ein großes (maha) Waldgebiet und wird auch Mahavan, großer Wald, genannt. Gokul ist das Land der Kühe (go), der Kuhhirtinnen und Kuhhirten, Gopis und Gopas. Nanda, der Ziehvater Krishnas zog mit Familie von Nandagram (Nandgaon) nach Gokul.

Govardhan ist ein Städtchen und ein Berg, den Krishna auf Seinem kleinen Finger in die Höhe hob, damit die Bewohner von Braj vor strömenden Regen, den Indra aus Zorn geschickt hatte, Schutz fanden.

Kamavan, auch Kamyavan genannt, ist der Wald des Begehrens (kama) oder der besonders schöne (kamya) Wald. Es grünt und blüht, Vögel singen, Pfauen tanzen, Seen und Bäche überall, der ideale Wohnort für Kama, den Gott des Begehrens. Somit war Kamavan der beliebte Treffpunkt für Krishna und die Gopis. Hierher lockte Er sie mit Seiner Flöte.

Vrishabhanupur, auch Barsana genannt, ist der Wohnort von Radhas Eltern, der Ort ist nach ihrem Vater, Vrishabhanu, benannt.

Nandagram, auch Nandgaon genannt, ist der ursprüngliche Wohnort von Krishnas Pflegeeltern, der Ort ist Seinem Pflegevater, Nanda, benannt.

Die Pilgerorte, die ich aufgeführt habe, sollen nur einen kleinen Einblick geben, ihre Anzahl ist unermesslich.